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Was, wann, wo und warum? Wir berichten darüber, was CIRSforte-Teilnehmer*innen aktuell bewegt und welche Lösungen das Fehlermanagement voranbringen.

Patienten­verwechslungen vorbeugen

Aktuelle Ereignisberichte teilnehmender Praxen zeigen, dass es im Praxisalltag schnell zu Patientenverwechslungen kommen kann. Eine aktive Patientenidentifikation, die auch die Patient*innen selbst mit einbezieht, beugt diesem Problem vor.

Die ersten Ereignisberichte aus CIRSforte liegen vor: Sechs der eingesandten Dokumente schildern Patientenverwechslungen in verschiedenen Situationen:

  • Falscher Name im Terminkalender
  • Falscher Name auf der AU, der Einweisung, einem Rezept
  • Aushändigung falscher Dokumente
  • Scannung bzw. Zuordnung falscher Dokumente
  • Irrtümliche Blutentnahme

Für die Verwechselungen wurden unterschiedliche Gründe genannt:

  • Patient innen mit gleichem Vor- und Nachnamen
  • Eheleute, beide Patienten der Praxis, waren gleichzeitig im Sprechzimmer
  • Patient wurde mit seinem Bruder verwechselt
  • Beim Drucken der Bescheinigung war ein anderer Patient im PC aufgerufen
  • Kommunikation (undeutliche Sprache, mangelnde Deutsch-Kenntnisse)

Eine aktive und wiederholte Identifikation der Patienten erhöht die Sicherheit.

Das können Sie für eine sichere Patientenidentifikation tun:

Vor jeder Untersuchung oder Behandlung und bei der Patientenannahme sollte die Identifikation den Patienten oder die Bezugsperson aktiv einbinden. Für eine sichere Zuordnung ist immer der vollständige Name in Kombination mit dem Geburtsdatum erforderlich: „Wie heißen Sie und wann sind Sie geboren?“  

Die Vergabe einer eindeutigen Patienten- oder Fallnummer, die in der Praxissoftware und der Papierakte übereinstimmt, beugt ebenfalls einer Verwechselungsgefahr von Anfang an vor.

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