Tipps für das Fehlermanagement

Wir berichten darüber, was CIRSforte-Teilnehmer*innen bewegt und welche Lösungen das Fehlermanagement voranbringen.

5 Tipps für eine gute Teamsitzung

Teamsitzungen sind ein wichtiger Bestandteil des Fehlermanagements. Wir nennen Ihnen 5 Tipps, die Ihnen dabei helfen, Teamsitzungen gut vorzubereiten. Damit gelingt es, sich effektiv und konstruktiv mit Fehlern auseinanderzusetzen und im Team ein nachhaltiges Fehlermanagement aufzubauen.

Ein Fehlermanagement lässt sich am besten etablieren, wenn es in die alltägliche Teamroutine integriert wird, z. B. als  fester Tagesordnungspunkt in den wöchentlichen Teamsitzungen. Hier finden Sie 5 Tipps, wie Fehler oder unerwünschte Ereignisse in Teamsitzungen erfolgreich thematisiert werden können.

Tipp 1: Einen festen Turnus festlegen

Sorgen Sie für einen regelmäßigen und zeitnahen Austausch im Team. Damit Teamsitzungen für alle selbstverständlich und verbindlich werden, ist ein Abstand von höchstens 14 Tagen zwischen den Sitzungen empfehlenswert.

Tipp 2: Teammitglieder rechtzeitig ins Boot holen

Beteiligen Sie alle Teammitglieder aktiv an der Auseinandersetzung mit Fehlern in der Praxis. Im Turnus kann jeweils ein anderes Teammitglied einen Ereignisbericht auswählen und für die Teamsitzung vorbereiten.

Tipp 3: Veröffentlichte Fallbeispiele nutzen

Wenn keine eigenen Fehler oder unerwünschte Ereignisse zu berichten sind, diskutieren Sie ein veröffentlichtes Fallbeispiel und die Verbesserungsvorschläge. Prüfen Sie gemeinsam, ob ein solches Ereignis auch bei Ihnen vorkommen könnte und welche vorbeugenden Maßnahmen Sie treffen würden. Sind die angegebenen Verbesserungsvorschläge auch in Ihrer eigenen Einrichtung umsetzbar oder würden sie andere Maßnahmen ergreifen?

Tipp 4: Mit gutem Beispiel vorangehen

Praxisbetreiber*innen sollten die Chance der Teamsitzung nutzen, um ihrem Team die Angst vor Fehlerberichten zu nehmen.  Wenn die Chefin oder der Chef von einem Ereignis berichtet, an dem sie oder er selbst beteiligt war, baut das Barrieren ab und ermutigt auch andere Teammitglieder, Fehler zu berichten.

Tipp 5: Bei Maßnahmen konkret werden

Die Maßnahmen, die nach einem Ereignisbericht getroffen werden, um die Wiederholung des Fehlers zu vermeiden, sollten konkret sein und nachgehalten werden: Statt des Appells, „beim nächsten Mal besser aufzupassen“ eher eine konkrete Beschreibung wie z. B. der Einsatz nur examinierter Fachkräfte im Risikobereich. Notieren Sie im Praxiskalender bis wann die Maßnahme umgesetzt und die Umsetzung geprüft sein sollte.

Mehr Tipps finden Sie in unserem Online-Modul:

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Erfahrungen

Profitieren Sie von den Erfahrungen und Erkenntnissen der CIRSforte-Teilnehmer*innen und Unterstützer*innen. Die Best Practice-Beispiele anderer Praxen und Interviews aus anderen Bereichen des Fehlermanagements zeigen Lösungen auf und bieten interessante Perspektiven.

Dr. med. Johannes Herzog

„Die Ursachen unerwünschter Ereignisse sind vielfältig – bei einem systematischen Fehlermanagement wird nichts übersehen und man rückt näher zusammen!"

Interview mit Dr. med. Johannes Herzog, Facharzt für Innere Medizin - Internistische Gemeinschaftspraxis Uelzen und Leiter des Arbeitskreises Patientensicherheit der Ärztekammer Niedersachsen

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Michelle Bichiou, MFA

„CIRSforte ist eine Motivation, ehrlich über Fehler zu sprechen und die Chance, besser zu werden"

Michelle Bichiou, Medizinische Fachangestellte, Projektverantwortliche für CIRSforte in der Praxis Dr. Wunder für Allgemeinmedizin in Frankfurt am Main

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Dr. Armin Wunder

„Risiken angehen mit System. Das tut unserer Praxis gut – und den Patienten“

Interview mit Dr. Armin Wunder, Facharzt für Allgemeinmedizin in Frankfurt am Main und CIRSforte-Teilnehmer der ersten Stunde.

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Anjuli Sikand

„Man lernt nie aus – auch nicht als Arzt.“

Anjuli Sikand, Ärztin in Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin in Frankfurt am Main

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Ralph Eckhardt

„Fehlerkultur braucht Führungskompetenzen – die Luftfahrt macht vor, wie es geht“

„Bei der Etablierung einer Fehlerkultur lohnt es sich, auf die in Jahrzehnten gewonnenen Erfahrungen und Techniken der Luftfahrt zu schauen...“

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