Willkommen auf der CIRSforte Seite!

Wir freuen uns, dass Sie sich für eine nachhaltige Sicherheitskultur in Ihrer Praxis engagieren. Auf dieser Seite finden Sie jede Menge Arbeitsmaterialien, Informationen zu Online-Schulungen und Webinaren sowie Tipps zum Thema Fehlermanagement.

Die Materialien wurden im Rahmen des Projektes CIRSforte erstellt. Das Projekt wurde vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) für drei Jahre gefördert (April 2017 bis März 2020), um ambulante Praxen bei der Einführung und Fortentwicklung von Berichts- und Lernsystemen (CIRS, Critical Incident Reporting Systems) zu unterstützen.

In einem Anschlussprojekt (April bis Dezember 2020) werden die Materialien in verstetigungsreife Produkte überführt, so dass sie  über CIRSforte hinaus auf alle ambulanten Arztpraxen übertragen werden können. An der Finanzierung und Durchführung dieser Arbeiten beteiligen sich die Kassenärztlichen Vereinigungen Westfalen-Lippe und Nordrhein, das Institut für Allgemeinmedizin Frankfurt und das Aktionsbündnis Patientensicherheit. Diese Seite steht Ihnen weiterhin zur Verfügung und wird auch laufend aktualisiert.

Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen zu den Materialien haben, dann wenden Sie sich gerne an cirsforte@aps-ev.de

ABSCHLUSS - WEBINAR am 20. Mai 2020

Die wichtigsten Erkenntnisse aus CIRSforte wurden in einem Abschluss-Webinar vorgestellt. Die Projektleiterin Frau Dr. Beate Müller demonstrierte, welche Veränderungen es für eine flächendeckende Umsetzung bedarf und zeigte auf, wie es ganz konkret mit dem Projekt weitergeht. Denn: Fehlermanagement stärkt das Sicherheitsklima, ist praxistauglich umsetzbar und in der Implementierung skalierbar.

Fast 70 Personen waren zu der Veranstaltung zugeschaltet und haben sich per Chat in die Diskussion eingebracht. Falls Sie nicht teilnehmen konnten, können Sie sich die Aufzeichnung hier ansehen. Gerne stellen wir Ihnen auch die Folien der Präsentation hier zur Verfügung.

Die Ergebnisse und Empfehlungen des Innovationsfonds-Projektes CIRSforte wurden in einem White Paper verarbeitet, das zum ersten Mal auf der Abschluss-Veranstaltung öffentlich diskutiert wurde. Das White Paper dient der Stärkung der Patientensicherheit in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung und richtet sich an die Gesundheitspolitik, Fachöffentlichkeit und weitere Interessierte aus der Gesundheitsversorgung.

Tipps

In der Zeitschrift „Der Hausarzt“ werden regelmäßig Tipps zur Verbesserung der Patientensicherheit veröffentlicht.

Auch wenn die Berichte nur für interne Zwecke genutzt werden, ist es ratsam, alle relevanten Informationen zu dokumentieren. Erst dadurch wird es möglich, aus dem Ereignis zu lernen. Und Sie können zu einem späteren Zeitpunkt noch nachvollziehen, worum es in diesem Fall konkret ging.

Häufig gestellte Fragen

01. Was ist CIRSforte?

CIRSforte ist ein Projekt für ambulante Praxen zur Fortentwicklung von Berichts- und Lernsystemen (Critical Incident Reporting System, kurz CIRS). Es wurde vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) für drei Jahre gefördert (April 2017 bis März 2020).

In CIRSforte hatten etwa 200 Praxen die Möglichkeit, sich bei der Einführung eines Berichts- und Lernsystems (CIRS) tatkräftig unterstützen zu lassen. In der praktischen Umsetzung bedeutete dies, entweder ein neues System in papier- oder elektronischer Form einzuführen oder den bisher vorhandenen Austausch systematischer anzugehen.

CIRSforte stellte dafür zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung: Workshops, eine Handlungsempfehlung, Online-Schulungen, Arbeitsmaterialien und eine Telefon-Hotline halfen teilnehmenden Praxen dabei, kritische Ereignisse und Risiken in ihren Arbeitsabläufen zu identifizieren und als Anlass für Verbesserungen zu nutzen. Ziel war es, durch die systematische Aufarbeitung von Fehlern und kritischen Ereignissen die Patientensicherheit zu verbessern.

02. Was sind Berichts- und Lernsysteme?

Berichts- und Lernsysteme dienen der Dokumentation und Analyse sogenannter kritischer Ereignisse. Das Ziel dabei ist, vorbeugende Maßnahmen aus der Situation abzuleiten und für alle Kollegen nutzbar zu machen. Kritische Ereignisse können papierbasiert oder elektronisch erfasst werden. Die Auswertung kann durch eine/n Verantwortliche/n der Praxis erfolgen, sollte aber immer im Team besprochen werden.

Ein Critical Incident Reporting System (CIRS) ist ein Berichtssystem über kritische Vorkommnisse, mit dem anonymisiert kritische Ereignisse und Beinahe-Schäden dokumentiert und gemeldet werden. Im Gesundheitswesen ist es ein Instrument zur Verbesserung der Patientensicherheit. In Krankenhäusern ist die Nutzung des Systems seit 2014 gesetzlich festgelegt und ist auch in der ambulanten Patientenversorgung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB), Fünftes Buch, einzuführen und weiterzuentwickeln.

03. Wie wurden Praxen vom Studienteam unterstützt?
  • Präsenz-Workshops zur Einführung in das Thema Patientensicherheit
  • Online-Module  zu den Themen Sicherheitskultur, Teamsitzung und Maßnahmenentwicklung
  • Webinare zum Austausch mit anderen Praxen
  • Arbeitsmaterialien wie Berichtsformulare, Fallanalyse-Schemata und viele weitere hilfreiche Vorlagen
  • Hotline für organisatorische und inhaltliche Fragen
  • Regelmäßige Newsletter mit aktuellem Stand des Projektes und anonymisierten Best-Practice Beispielen
04. Wie läuft ein Webinar ab?

Wenn Sie sehen möchten, wie ein Webinar abläuft, dann schauen Sie sich unser fünfminütiges Demo-Webinar mit der Projektleiterin Dr. Beate Müller an.